Was ist Hypnose? Die faszinierende Kraft der Trance

Lange Zeit galt Hypnose als eine fragwürdige Methode, um Menschen in einen wehr- und willenlosen Zustand zu versetzen, bei dem sie die Kontrolle vollständig abgeben. Auch heute noch kursieren zahlreiche Videos und Geschichten über die Showhypnose durch das World Wide Web, bei der Teilnehmende eng umschlungen mit einem Stuhl tanzen, Rasierschaum als leckeres Speiseeis schlecken oder als krähender Hahn über die Bühne stolzieren…

Die therapeutische Hypnose hat mit diesen Bildern jedoch wenig zu tun. Sie hilft Betroffenen, Ängste zu überwinden, Schmerzen zu lindern oder tiefgreifende Veränderungen anzustoßen.

Doch was ist Hypnose eigentlich genau? Dieser Frage wollen wir uns in diesem Beitrag widmen. Hier erfährst du, was du dir unter Hypnose vorstellen kannst, wie sie wirkt und in welchen Bereichen sie eingesetzt wird. Außerdem räumen wir mit den Vorurteilen rund um das Thema auf und du erfährst, warum die hypnotische Trance auch für dich interessant sein könnte! Abschließend kannst du selbst eine geführte Audio-Hypnose ausprobieren.

Alina Paul | Autorin bei FREIgefühlt

Du möchtest mehr über das Thema Hypnose erfahren, tust dich aber noch mit den Begrifflichkeiten schwer?

Dann schau doch mal bei unserem Beitrag Hypnose A bis Z vorbei. Dort erklären wir dir alle wichtigen Begriffe, damit du den vollen Hypnose-Durchblick bekommst!

Mysterium Hypnose – Was ist das eigentlich?

Beschäftigt man sich mit der Hypnose, tauchen neben ihr vor allen Dingen zwei weitere Begriffe auf: Die Trance und das Unterbewusstsein.

Infografik: Was ist Hypnose?
Infografik: Was ist Hypnose? Die wichtigsten Definitionen im Überblick. © FREIgefühlt

Was ist Hypnose?

Unter dem Begriff werden alltagssprachlich zahlreiche Techniken, Vorgehensweisen und Zustände zusammengefasst, die bei einem Klienten im weitesten Sinn eine Trance erzeugen und dabei neue Wahrnehmungen und Veränderungen hervorrufen sollen.

Vorab solltest du wissen, dass es keine allgemeingültige Definition von Hypnose gibt. Stattdessen gibt es mehrere Ansätze, sie zu beschreiben und zu erklären. Einig ist man sich aber darin, dass unter Hypnose die Aufmerksamkeit anders verteilt wird und sie zu einem bewusstseinsverändernden Zustand, einer sogenannten Trance, führt. Äußere oder störende Reize nimmt man dann vermindert wahr, während die Innenwahrnehmung gesteigert wird.

Versteht man die Hypnose als Technik und nicht als Zustand, so geht es dabei um die beabsichtigte Einflussnahme auf das Bewusstsein (z. B. durch einen Hypnotiseur).

Diese Einflussnahme führt zu einer Veränderung der Hirnaktivität, die von der Normalfunktion abweicht. Wird die Hypnose zu therapeutischen Zwecken genutzt, so spricht man auch von Hypnosetherapie oder Hypnotherapie.

Hypnose ist eine beabsichtigte Einflussnahme auf das Bewusstsein, mit dem Ziel, innere Veränderungen herbeizuführen.

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Übrigens haben Meditation und Hypnose zwar einiges gemeinsam, unterscheiden sich aber auch in wesentlichen Punkten. Während letztere zielgerichteter ist, geht es bei der Meditation eher um Fokus und Bewusstsein in Hinblick auf die eigenen Gedanken, Gefühle und das Hier & Jetzt.

Im Beitrag Was ist Meditation? erfährst du mehr über die verschiedenen Ebenen der Meditation und den spirituellen Zusammenhang.

Was ist eine Trance?

Viele Menschen denken bei der Trance an einen geistesabwesenden Bewusstseinszustand, bei dem der Klient wehrlos dem Hypnotiseur und seinen Absichten ausgeliefert ist. Diese Vorstellung wurde nicht zuletzt auch durch die Bühnenhypnose gefördert, entspricht aber nicht dem Ziel der Hypnotherapie und ist ein Ausnahmezustand der keine langfristige Wirkung hat (mehr dazu erfährst du im Faktencheck).

Trance: Ein fokussierter Bewusstseinszustand bei gleichzeitiger Entspannung und ganz eigener Logik…

Auch bei der Trance kann man nicht von dem einen Zustand während einer Hypnose sprechen. Vielmehr handelt es sich um ein Sammelsurium an verschiedenen Bewusstseinsgraden, die durch sogenannte Induktionstechniken eingeleitet werden können.

Das Erlebte während der Trance variiert dabei von Mensch zu Mensch. Manche fühlen sich währenddessen körperlich entspannt und ruhig, nehmen aber keine Bewusstseinsveränderungen wahr. Andere spüren den Körper weniger, erleben aber vor dem Inneren Auge eine „veränderte“ Realität.

Was ist das Unterbewusstsein?

Das Unterbewusstsein steht für die Summe aller inneren Prozesse und Dynamiken, die einen Einfluss auf das Denken, Fühlen und Handeln haben, aber nicht bewusst ablaufen. Rund 95 Prozent unserer Gedanken, Gefühle, Entscheidungen und Handlungen werden durch das Unterbewusstsein gelenkt.

Spricht der Therapeut oder Hypnotiseur während der Trance das Unterbewusstsein direkt an, so meint er die jeweiligen inneren Anteile, die für die tiefgreifende Arbeit relevant sind. Im Grunde kannst du dir so das „Unterbewusstsein“ besser vorstellen, wohingegen unser Gehirn bei schwer greifbaren, medizinischen oder technischen Termini überfordert wäre.

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Die Frage „Was ist Hypnose?“ lässt sich nur im Zusammenspiel mit der Trance und dem Unterbewusstsein beantworten. Gerade letzteres spielt eine wesentliche Rolle bei der Verhaltensänderung, da es unsere Gedanken, Gefühle, Entscheidungen und Handlungen maßgeblich beeinflusst.

Wie funktioniert die therapeutische Hypnose?

Während einer Hypnotherapie zielt der Hypnotiseur darauf ab, äußere oder andere störende Reize in den Hintergrund zu drängen und die Aufmerksamkeit des Klienten auf eine bestimmte Vorstellung zu lenken.

Dabei soll auch der kritische, rationale und analytische Teil des Bewusstseins und das alltägliche Denken in den Hintergrund treten und zum unbeteiligten Beobachter verwandelt werden.

Störende Reize werden ausgeschaltet und die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Vorstellung oder Lösung gelenkt…

Du kannst dir diesen kritischen Teil des Bewusstseins wie einen Türsteher vorstellen, der die alltäglichen Wahrnehmungen filtert und nur selektive Informationen an das Unterbewusstsein leitet. Weitergegeben wird vor allen Dingen das, was den Erfahrungen und Prägungen des Türstehers entspricht.

Wird er aber an den Rand des Geschehens verdrängt, entfällt die „Einlasskontrolle“ und auch andere Reize können das Unterbewusstsein erreichen. Diese wiederum sind wichtig, damit neue Gedanken und Gefühle entstehen können, die förderlich sind, um die Ziele des Klienten zu erreichen.

Während der hypnotischen Trance taucht der Klient in seine innere Welt ein und wird empfänglicher für Suggestionen. Dann können verloren geglaubte Erinnerungen wieder an die Oberfläche geholt oder der Heilungsprozess innerlich durchgeführt werden. In diesem Bewusstseinszustand können alte Verhaltensmuster durchbrochen, emotionale Belastungen gelindert oder auch die Heilung körperlicher Beschwerden angekurbelt werden.

Im folgenden Video erklärt Prof. Dr. Dirk Revenstorf, Professor für klinische Psychologie an der Universität Tübingen, wie die Hypnotherapie genau wirkt:

Prof. Dr. Dirk Revenstorf erklärt, wie Hypnose wirkt.

FAQ: Was ist Hypnose? | Deine Fragen, meine Antworten

Wie läuft eine Hypnotherapie ab?

Der Ablauf einer Hypnotherapie kann leicht variieren, je nachdem ob du die Behandlung bei einem Therapeuten vor Ort machst, an einer Online-Sitzung teilnimmst oder als Audio-Datei hörst. Egal, in welcher Form du die Hypnose machst, folgende drei Phasen sollten immer ein fester Bestandteil sein: Bei der Induktion (1) wirst du vom Hypnotiseur in einen angenehmen und entspannten Zustand der Trance begleitet. Die Behandlung (2) beinhaltet das konkrete Thema, also z. B. die Rauchentwöhnung oder die Bewältigung von Flugangst. Abschließend wirst du sanft aus der Trance geholt (3), das ist die sogenannte Ausleitung.

Wofür wird Hypnose eingesetzt?

Die Medizin und Psychotherapie nutzen inzwischen das Potenzial der hypnotischen Trance. So können mit Hilfe einer Hypnotherapie Schmerzen gelindert, Krankheitsbilder reduziert oder Süchte behandelt werden. Auch in der Gesprächstherapie spielt die Hypnose zunehmend eine große Rolle. Sie hilft, gefestigte Denkmuster zu durchbrechen und so zu einer Verhaltensänderung beizutragen.

Bin ich überhaupt hypnotisierbar?

Jeder Mensch ist individuell und reagiert anders auf eine Hypnotherapie. Daher unterscheidet man zwischen hoher, durchschnittlicher und niedriger hypnotischer Suggestibilität oder Hypnotisierbarkeit.
Bisher gibt es keine Verfahren, mit denen die Hypnotisierbarkeit von Menschen vorab getestet werden kann, daher muss die Wirkung einfach ausprobiert werden. Was bei einem gut wirkt, kann bei einem anderen gar keinen Effekt haben oder einen modifizierten Ablauf erfordern. Außerdem wurde beobachtet, dass schwer hypnotisierbare Menschen mit Übung nach und nach besser auf Hypnose reagierten. Insgesamt geht man davon aus, dass > 90 Prozent der Bevölkerung hypnotisierbar sind.

Verliere ich während der Trance die Kontrolle?

Während der therapeutischen Trance bleibst du immer ansprechbar. Du hast weiterhin die Kontrolle über deinen Geist und deinen Körper. Das Bewusstsein ist dabei nicht völlig weggeschaltet, sondern nur „beruhigt“. Entsprechend kannst du – sollte dir etwas völlig widerstreben oder du dich mal unwohl fühlen – jederzeit aus der Trance aussteigen und die Sitzung abbrechen. Die Angst vor einem Kontrollverlust während der Trance ist daher unbegründet.

Kann ich mit Hilfe der Hypnose unerwünschte Gefühle wegradieren oder mein Verhalten radikal ändern?

Dass die Hypnose ein wirksames Mittel ist, um eine unerwünschte Situation im Leben zum Besseren zu verändern, wurde in zahlreichen Studien belegt. Ein gutes Beispiel dafür ist Hypnose bei Flugangst mit über 90% Erfolgschancen.
Allerdings reicht es für eine erfolgreiche Hypnotherapie nicht, sie über sich ergehen zu lassen und dann auf tiefgreifende Veränderungen zu hoffen. Wesentlich für den Erfolg ist die offene Grundhaltung des Klienten – denn wer einen inneren Widerstand gegen die Methode an sich hat, kann auch nicht zielführend hypnotisiert werden. Außerdem muss nach der hypnotischen Trance das Verinnerlichte in die Tat umgesetzt werden, eine aktive Mitarbeit ist also unerlässlich. Sind eine offene Haltung und die Bereitschaft zur Veränderung gegeben, so ist die Hypnose sehr erfolgsversprechend.

Kann ich mich nach der Trance noch an alles erinnern?

Ja, selbst nach einem tiefen Trance-Zustand kannst du dich in der Regel an alles erinnern. Es kann sogar durchaus vorkommen, dass du dich nach der Trance an noch mehr erinnern kannst als vorher, zum Beispiel dann, wenn Erinnerungen aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche treten. Lediglich in Ausnahmefällen kann das innerlich Erlebte nach Ende der Trance noch ein wenig bruchstückhaft erscheinen. Doch keine Sorge, im Wachzustand kehren meistens alle Erinnerungen innerhalb weniger Minuten wieder zurück. Besonders das therapeutische Nachgespräch ist dafür da, den Trance-Zustand und das Erlebte zu reflektieren. Hypnose kann keinen langanhaltenden Erinnerungsverlust auslösen!

Wann sollte nicht hypnotisiert werden?

Grundsätzlich ist die Hypnose eine geeignete Methode für alle, die körperlich und geistig gesund sind und etwas in ihrem Leben verändern möchten. Allerdings ist sie in Einzelfällen nicht sinnvoll und bei einigen Krankheitsbildern sogar kontraindiziert. Dazu zählen z. B. Depressionen und Psychosen (Schizophrenie, Bipolare Störung etc.), Persönlichkeitsstörungen, Epilepsie, Thrombosen, Erkrankungen des Herzens oder des Nervensystems und andere. Sollte etwas davon auf dich zutreffen, du in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung oder einfach unsicher bist, besprich am besten mit deinem Arzt oder Therapeuten, ob eine Hypnose für dich das Richtige ist.

Faktencheck Hypnose: Was stimmt wirklich?

Wer sich einmal intensiver mit der Hypnose beschäftigt hat, weiß wie viele Vorurteile es zu dieser therapeutischen Methode gibt. Daher schauen wir uns im Fakten-Check genauer an, an welchen Vorurteilen wirklich was dran ist. Los geht’s!

1. „Während der Trance ist man dem Hypnotiseur ausgeliefert und gibt jegliche Kontrolle ab“

Gut, das Thema hatten wir bereits angeschnitten… Dass man im Trance-Zustand das Bewusstsein vollständig abschneidet und sich nach der Trance nicht einmal mehr erinnert, stimmt so nicht ganz. Bei dieser Vorstellung handelt es sich um einen Sonderzustand der Hypnose, den nur 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung überhaupt erreichen können.

Für therapeutische Zwecke ist er uninteressant, da die Suggestionen nur kurzfristig wirken und nach Ende des Trance-Zustands verfliegen (z.B. bei der Showhypnose). Lange wirkende, nachhaltige Ergebnisse können damit nicht erzielt werden.

Im therapeutischen Setting sind Klienten sich über die Trance bewusst und können jederzeit aussteigen, indem sie die Augen öffnen oder Bedenken äußern. Sie sind während der Hypnose außerdem immer ansprechbar und können sich nach der Trance grundsätzlich an das Erlebte erinnern.

Fazit: Du hast auch unter Trance jederzeit die volle Kontrolle über deinen Geist und deinen Körper!

2. „Unter Hypnose kann man manipuliert werden“

Auch das ist so nicht korrekt. Du behältst jederzeit deinen freien Willen, sowie deine Wert- und Moralvorstellungen. Der Hypnotiseur macht dir während der Hypnose Vorschläge, die du annehmen oder ablehnen kannst. Daher ist es nicht möglich, dass der Hypnotiseur dir etwas aufzwingt, was du nicht willst oder dich „manipuliert“.

Fazit: Wenn es nicht deinem Willen entspricht werden die Anweisungen des Hypnotiseurs keine Wirkung auf dich haben.

3. „Hypnose ist nur was für Mystiker und Esoteriker“

Hypnose hat mit Mystik und Esoterik nichts zu tun. Ihre Wirkungsweise wurde inzwischen wissenschaftlich sehr gut erforscht, der hypnotische Zustand ist nachweisbar und messbar. In der Therapie wird dieser Zustand bewusst genutzt, um gezielt Veränderungen zu ermöglichen, die sonst schwer zu erreichen sind.

Für den therapeutischen Erfolg sind neben einer grundsätzlichen Offenheit und Neugier gegenüber der Methode und der Veränderung auch eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Hypnotiseur und Hypnotisand entscheidend.

Fazit: Die Hypnotherapie ist seit 2006 vom Wissenschaftlichen Beirat für Psychotherapie als offizielle Heilmethode anerkannt und es existieren unzählige wissenschaftliche Studien dazu.

4. „Hypnose funktioniert am besten unter Entspannung“

Laien gehen oft davon aus, dass Hypnose am besten unter Entspannung wirkt. Es konnte aber auch beobachtet werden, dass Menschen, die unter hoher Anspannung (z. B. Angst) stehen, ebenfalls hypnotisiert werden können – teilweise sogar noch besser als im entspannten Zustand. Je nach Vorgeschichte und Thema kann die Vorgehensweise also angepasst werden.

Fazit: In den meisten Fällen steht die Hypnose tatsächlich in Verbindung mit einer körperlichen und geistigen Entspannung. Es gibt jedoch auch dynamische Anwendungen, wie zum Beispiel die „Timeline“ bei der Regressionstherapie (im Stehen) oder den Stuhlanker bzw. Bodenanker (im Sitzen/Stehen), bei denen Entspannung eine geringe Rolle spielt.

5. „Hypnose wird immer im Liegen mit leiser Musik und sanften Suggestionen durchgeführt“

Das ist vermutlich die bekannteste Art der Hypnose. Je nach Anliegen, den Vorerfahrungen und Prägungen des Klienten kann es aber sinnvoll sein, diese Vorstellung zu durchbrechen und die therapeutische Hypnose in einem anderen Setting umzusetzen.

Fazit: Ob direkte oder indirekte Suggestionen, mit oder ohne Musik, im Liegen oder im Stehen hängt in erster Linie vom Thema des Klienten und der gewählten Methode des Therapeuten ab. Alle Varianten sind möglich und bei der Hypnose vertreten.

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Bei Hypnose denken viele an schwingende Pendel, manipulierende Hypnotiseure, leicht zu beeinflussende Menschen oder unerklärliche Phänomene. Die Hypnotherapie hat gegen viele Vorurteile anzukämpfen.

Einsatzbereiche der Hypnose

Im Gegensatz zur Bühnenhypnose geht es bei der therapeutischen Hypnose darum, Veränderungen im Umgang mit einer gegebenen Situation einzuleiten. Beispielsweise wird die Hypnose häufig zur Bewältigung von Traumata genutzt.

Bei der Hypnotherapie taucht der Klient in Erinnerungen ein oder wird mit Hilfe von Suggestionen an Ressourcen und Lösungswege für sein Problem herangeführt.

Aber auch im Umgang mit Krankheitsbildern konnte die Hypnotherapie schon sämtliche Erfolge verbuchen.

Zwänge, Essstörungen und Süchte können mit ihr behandelt (z.B. Rauchentwöhnung), Ängste überwunden (z.B. Höhenangst, Prüfungsangst, Flugangst…), Phobien aufgelöst (z.B. Spinnenphobie, Klaustrophobie) oder körperliche Schmerzen gelindert werden.

Prinzipiell gilt: Die Hypnose ist eine hocheffiziente und schmerzfreie Methode ganz ohne Nebenwirkungen.

Sie kann aber auch als Unterstützung zum Abnehmen dienen oder bei Schlafproblemen helfen.

Außerdem konnte man mit Hilfe der Hypnose Erfolge bei psychosomatischen Störungen (z.B. Reizdarm, Allergien, Migräne), Autoimmunerkrankungen, Tinnitus, Magen-Darm-Erkrankungen u.v.m. verzeichnen. Manch einer kennt sie vielleicht auch als schmerzfreie Ergänzung zur Vollnarkose oder bei einer zahnärztlichen Behandlung.

Es gibt auch sehr effiziente Hypnoseanwendungen zur Sportmotivation, Wettkampf-Vorbereitung, Lernförderung, bei Lampenfieber, die Lösung emotionaler Blockaden und noch so viel mehr!

Was diese besondere Therapieform außerdem noch kann, erfährst du in unserem Beitrag Was ist mit Hypnose alles möglich? mit über 100 Anwendungsbeispielen!

Sticker: Flugangst Nein Danke

Hast du Angst vor dem Fliegen? Damit ist jetzt Schluss!

Mit einem Behandlungserfolg von über 90 Prozent ist Hypnose eine der wirksamsten Methoden, um die Flugangst anzugehen und endlich entspannt fliegen zu können.

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Obwohl das Potenzial der Hypnose von Medizin und Psychotherapie erkannt wurde, wird sie leider noch viel zu selten genutzt. Dennoch ist die Nachfrage nach Hypnotherapie in den letzten Jahren gestiegen. Es wird davon ausgegangen, dass die Hypnose im therapeutischen Setting auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird.

Was passiert bei Hypnose im Gehirn?

Die Hypnose wurde inzwischen umfassend erforscht und ihre Wirksamkeit in zahlreichen Studien belegt. Jedoch sind noch nicht alle Vorgänge im Gehirn während einer hypnotischen Trance bekannt.

Das liegt einerseits daran, dass der Begriff „Hypnose“ nicht eindeutig definiert ist. Für manche beginnt sie bei einem fokussierten Bewusstseinszustand mit erhöhter Aufmerksamkeit bzw. Achtsamkeit, während für andere dabei zum Beispiel auch noch die Therapeut-Patient-Beziehung oder eine verminderte Schmerzwahrnehmung eine Rolle spielen. Der Definitionsmangel führt dazu, dass auch die jeweiligen Hirnaktivitäten sich nur schwer zuordnen lassen.

Jedoch konnte inzwischen mit Hilfe von bildgebenden Verfahren (MRT, EEG, PET) gezeigt werden, dass der Trance-Zustand sich auf die verschiedenen Hirnareale auswirkt. So wird beispielsweise der Präfrontalkortex in seiner Aktivität gedrosselt, was für die Transformation vom Wachzustand in den Trance-Zustand verantwortlich ist.

Bereiche, die für die äußere Wahrnehmung zuständig sind, werden gehemmt, während für Gefühle und die Vorstellungskraft zuständige Areale eine erhöhte Aktivität zeigen. Außerdem wird davon ausgegangen, dass nicht nur unterschiedliche Areale aktiviert oder gedämpft, sondern diese auch anders miteinander verknüpft werden.

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Wie genau die Trance auf unser Gehirn wirkt, ist in der Forschung noch nicht abschließend geklärt. Es ist jedoch erwiesen, dass im Trance-Zustand die Wahrnehmungs-Areale gehemmt, während Gefühls- und Imaginationszentren verstärkt aktiviert sind.

Fremdhypnose versus Selbsthypnose

Nicht jede Hypnose braucht einen Hypnotiseur, der einen in die Trance führt. Bei einer Selbsthypnose übernimmst du die Rolle des Hypnotiseurs und kannst dich durch bestimmte Übungen selbst in einen Trance-Zustand bringen.

Allerdings kann es gerade zu Beginn schwierig sein, beide Rollen zu übernehmen. Daher empfiehlt es sich, vor allem anfangs angeleitet zu werden – sei es durch einen Hypnotiseur oder durch Audio-Anleitungen.

Übrigens ist man sich in der Hypnotherapie inzwischen einig, dass jede Art der Hypnose auch eine Art Selbsthypnose ist.

Immerhin wird die Hypnose nicht von außen kontrolliert, sondern du bist derjenige, der dem Hypnotiseur Vertrauen schenkt und dessen Einladungen annehmen muss, damit die Hypnose wirkt. Wer sich also nicht darauf einlässt, kann auch nicht hypnotisiert werden!

Jede Fremdhypnose basiert auf Selbsthypnose: Dein Unterbewusstsein entscheidet, ob es den Anweisungen folgen will.

Warum solltest du Hypnose ausprobieren?

Es gibt viele Gründe, die dafürsprechen, Hypnose selbst mal auszuprobieren. Ich habe für dich ein paar der Gründe gesammelt – lass dich überzeugen!

  • Du kannst die Hypnose in nahezu jeder Situation anwenden – egal, ob bei Ängsten, zur Persönlichkeitsentwicklung, im Umgang mit einer herausfordernden Situation oder zur Behandlung von Krankheitsbildern.
  • Die Erfolgsquote der Hypnotherapie liegt bei über 90 Prozent. Die Chancen darauf, eine nachhaltige Veränderung mit Hilfe von Hypnose zu erreichen, sind also extrem hoch!
  • Hypnose gilt als eine „schnelle“ Form der Therapie. Nach nur vier bis sechs Sitzungen finden bei den Probanden wichtige Veränderungen statt, während das bei einer Psychotherapie Monate oder sogar Jahre dauern kann.
  • Entspannt auf einer Matte sitzen, der Anleitung lauschen und dabei wertvolle Prozesse im Inneren anstoßen – die Hypnotherapie ist in der Anwendung äußerst praktisch. Alles, was du dafür brauchst, ist die Bereitschaft, dich darauf einzulassen.
  • Wenn du möchtest, kannst du Hypnose sogar in deinem vertrauten Umfeld durchführen, zum Beispiel zu Hause. Ebenso wie Sitzungen bei einem professionellen Hypnotherapeuten sind auch Online-Behandlungen oder Audio-Kurse nachweislich wirksam.
  • Weitere tolle Gründe findest du auf der folgenden Infografik…
Infografik: Hypnose 10 Gründe
Infografik: 10 gute Gründe für Hypnose und warum du sie ausprobieren solltest. © FREIgefühlt

Jetzt Hypnose ausprobieren!

Du bist neugierig geworden und möchtest die Hypnose gleich ausprobieren? Dann mach es dir gemütlich, schalte das folgende Video ein und lass dich zu mehr innerer Ruhe führen:

Einfach mal drauf einlassen: eine Intensiv-Hypnose für Inneren Frieden.

Was ist Hypnose: Mein persönliches Fazit

Alina Paul: Autorin bei FREIgefühlt

Es ist echt schade, dass viele Menschen ein verzerrtes Bild von Hypnose haben und sich daher nicht ans Thema herantrauen wollen oder gar nicht erst interessiert sind.

Daher hoffe ich, dass ich hier mit den Vorurteilen aufräumen und dir die Hypnose näher bringen konnte! Immerhin spricht so einiges dafür, sie mal auszuprobieren – egal, welche Art der Veränderung du anstrebst.

Mit der Hypnose hast du eine Technik, die tiefgreifend und nachhaltig wirkt und dich auf jeden Fall freier werden lässt. Im Grunde kannst du also nur profitieren, wenn du dich auf dieses tolle Erlebnis einlässt.

Unterschrift Alina Paul

Wie hat dir der Beitrag gefallen und konntest du dir was über Hypnose mitnehmen? Hast du selbst vielleicht schon die eine oder andere Erfahrung mit dem Thema gemacht und möchtest sie teilen? Ich freu mich drauf, von dir zu lesen!

Ich liebe das Reisen. Doch egal wohin man geht, unsere innere Lebenswelt hat man immer dabei. Daher habe ich vor Jahren beschlossen, meiner inneren Welt mehr Beachtung zu schenken. Ich freue mich meine Erfahrungen mit dir zu teilen und dich vielleicht ein Stück weit damit zu inspirieren!


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