Mantra-Meditation: Eine Anleitung in 8 Schritten für deine spirituelle und persönliche Entwicklung


Meditationsübung Bevor du weiterliest: Eine kleine Meditationsübung für mehr Konzentration & Achtsamkeit

Schließe deine Augen, atme ruhig und bewusst einige Male tief ein und aus. Achte beim Ausatmen darauf, deine Lungen langsam und vollständig zu leeren. Spüre, wie du mit jedem Ausatmen mehr zur Ruhe kommst und wie du beim Einatmen Kraft und Energie in dir aufnimmst. Wiederhole diese kleine Meditation so lange du möchtest. Öffne danach deine Augen und atme normal weiter… Viel Spaß beim Lesen!

Die Mantra-Meditation zählt zu den wirkungsvollsten und gleichzeitig einfachsten Meditationsarten. Die Klänge der wunderschönen Mantras stecken voller Hingabe und Liebe und die Mantra-Meditation anzuwenden ist gerade zu Beginn sehr motivierend, denn die Kraft der Mantras kann schon bei der ersten Meditationseinheit persönlich erfahren werden.

In diesem Beitrag erkläre ich dir, wie du in 8 einfachen Schritten die Mantra-Meditation durchführst, stelle dir die Top 3 Mantras vor und wie du sie für deine spirituelle und persönliche Entwicklung nutzen kannst.

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In diesem Beitrag geht es ausschließlich um die Mantra Meditationstechnik inklusive Anleitung.

Möchtest du erfahren wie sie wirken, welche Vorteile sie bieten sowie die 11 wertvollsten Mantras entdecken, dann schau dir hier meinen Beitrag Mantra – das Geheimnis der spirituellen Klänge an!

Was ist die Mantra-Meditation und wie wirkt sie?

Mantras sind heilige Silben, Wörter oder manchmal auch ganze Sätze, die sich durch einen besonderen und höchst wirkungsvollen Klang auszeichnen.

Richtig ausgesprochen und angewandt haben die Klänge der wundervollen Mantras einen direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gehirnaktivität.

Die Mantra-Meditation zeichnet sich dadurch aus, dass ein gewisser Vers oder Spruch häufig wiederholt wird.

Die Mantra-Meditation zeichnet sich dadurch aus, dass ein gewisser Vers oder Spruch häufig wiederholt wird (das Wiederholen eines Mantras nennt man „rezitieren“). Dadurch soll die Energie, die Schwingung und Bedeutung des Mantras tief in unser Unterbewusstsein eintauchen und wertvolle Veränderungen in Gang setzen.

Du kannst die Wirkung deiner Mantra-Meditation vertiefen und steigern indem du sie mit einem starken Gefühl und einer klaren Intension verbindest!

Einer der größten Vorteile für die Meditation ist, dass Mantras es schaffen deine Gedanken zu fokussieren, da sich dein Verstand ganz auf die Rezitation des Mantra konzentrieren kann. Daher ist diese Meditationsart auch für Meditations-Anfänger sehr gut geeignet.

Infografik: Mantra-Meditation in 8 Schritten

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Infografik: Mantra-Meditation in 8 Schritten. © FREIgefühlt

Schritt für Schritt Anleitung: So funktioniert die Mantra-Meditation

Es ist an der Zeit von der Theorie in die Praxis zu gehen und die Kraft deines Mantras am eigenen Körper zu erfahren!

Hier ist meine Mantra-Meditationsanleitung in 8 Schritten:

1. Wähle ein Mantra

Bevor es mit der Meditation losgehen kann, brauchst du natürlich ein Mantra. Vertraue ganz auf deine erste Intuition. Bist du dir unsicher, spreche die einzelnen Mantras laut aus und fühle ganz bewusst, welches sich für dich hier und heute am besten anfühlt.

Weiter unten stelle ich dir 3 beliebte und wirkungsvolle Mantras vor. Du kannst entweder dort eins finden oder dir sonst ein Mantra deiner Wahl aussuchen.

2. Finde einen bequemen Meditationssitz

Suche dir einen Ort aus, an dem du für einige Zeit ungestört bist. Mach es dir auf deinem Meditationskissen oder deiner Meditationsbank gemütlich.

Mein Tipp: Nutze ein ätherisches Meditations-Öl um deinen Geist in die richtige Stimmung zu bringen. Mach es dir jetzt richtig gemütlich und entscheide dich ganz bewusst für diese Meditation! Lass alle störenden Gedanken beiseite…

Zu Beginn würde ich dir eine Position im Sitzen oder im Gehen empfehlen. Wenn du geübt bist, ist auch das Meditieren im Liegen möglich, aber die Gefahr einzuschlafen ist dann relativ groß.

Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Zu Beginn würde ich dir eine Position im Sitzen oder im Gehen empfehlen.

Lesetipp: Lies dir unseren Beitrag Meditationssitz durch, in dem die 5 besten Meditationshaltungen erklärt und fotografiert sind.

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Mein Tipp für mehr Komfort: Nutze zusätzlich zum Mediationskissen eine Meditationsmatte als Unterlage um deine Knie zu entlasten und längere Meditationseinheiten zu ermöglichen.

3. Stell dir einen Wecker

Mein Tipp: Nutze einen sanften Timer oder eine passende Meditationsapp.

Es gibt jetzt grundsätzlich zwei Herangehensweisen. Entweder du meditierst nach Gefühl und entscheidest währenddessen spontan, wann du aufhören möchtest.

Falls du aber nur ein bestimmtes Zeitfenster hast oder dir ein Ziel gesetzt hast (z.B. jeden Tag 10 Minuten meditieren), dann kannst du dir einen Timer stellen oder eine passende Meditationsapp nutzen.

Dadurch musst du während der Meditation nicht auf die Uhr schauen, wirst nicht abgelenkt und es kommt nicht die störende Frage im Verstand auf „wie viel Zeit wohl schon vergangen ist?“. Am angenehmsten ist ein sanfter Wecker, wie zum Beispiel Meereswellen oder Vogelgezwitscher, damit der Wecker dich nicht aus einem angenehmen meditativen Zustand reißt…

App-Tipp: Hervorragende Bewertungen hat die kostenpflichtige App „Sattva Meditations & Mantras“ erhalten, mit zahlreichen Klängen und Sanskrit-Mantren zum Reinhören und Mitmachen (App Store & Google Play).

4. Beginne mit ein paar tiefen Atemzügen

Schließe deine Augen. Versuche zu Beginn deiner Meditation dich einige Zeit ganz auf deine Atmung zu konzentrieren.

Nimm dazu einige tiefe Atemzüge und stell dir vor, wie du beim Einatmen durch den höchsten Punkt deines Körpers – dem Scheitel – Luft und kraftvolle Energie in dich hineinströmen lässt. Spüre, wie sich dein ganzer Körper mit dieser Energie und Kraft füllt. Wie ein Wasserfall strömt die Atemluft in dich hinein und fließt von Kopf bis Fuß durch dich hindurch.

Beim Ausatmen stellst du dir nun vor, wie diese Atemluft und Energie deinen Körper durch die Füße wieder verlässt und wie du ohne Anstrengung loslassen kannst. Entspanne dich dabei ganz bewusst.

Diese Visualisierung schenkt dir beim Einatmen Kraft und bringt dir beim Ausatmen Entspannung. Eine wunderbare Kombination für deine kommende Meditation!

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Körper und dein Geist ausreichend zur Ruhe gefunden haben, dann ist der richtige Zeit gekommen um mit dem Mantra zu beginnen.

Lesetipp: Mit unserem Beitrag Meditieren lernen in unter 1 Minute kannst du noch tiefer in die Welt der Meditation eintauchen und findest eine hilfreiche Anleitung und Atemübung.

5. Rezitiere dein Mantra

Jetzt ist es an der Zeit mit der Rezitation deines Mantras zu beginnen. Du kannst das ausgewählte Mantra laut sprechen, leise wiederholen, singen oder in Gedanken vorsagen. Persönlich finde ich es gerade zu Beginn am wirkungsvollsten das Mantra laut aufzusagen. Wähle dabei eine Lautstärke, die sich für dich angenehm anfühlt.

Durch die laute Aussprache wirkt die akustische und somit energetische Schwingung des Mantras besonders kraftvoll und du kannst den Klang am ganzen Körper spüren!

Mein Praxis-Tipp: Eine wunderbare Möglichkeit, Mantras zu rezitieren ist die Nutzung einer Mala-Kette. Diese Kette besitzt 108 Perlen und unterstützt dich bei der Fokussierung sowie der Anzahl an Wiederholungen. Alle Infos dazu findest du in meinem Beitrag Japa Mala und die traditionelle Gebetskette.

6. Lass dich von deiner Atmung leiten

Wenn du dich voll der Meditation hingibst, werden sich Mantra und Atmung schließlich ganz automatisch rhythmisch aufeinander abstimmen. Das ist genau der Zustand, der erstrebenswert ist, denn dieser leichte Trance-Zustand ist ein Zeichen der Versenkung, der mit Übung und zunehmender Meditationsdauer immer tiefer wird.

Es ist auch nicht unüblich, dass ein Mantra zu Beginn langsam und leise vorgetragen wird und mit der Zeit an Intensität und Geschwindigkeit zunimmt. Diese Entwicklung ist oft ein Zeichen tiefer meditativer Trance und ermöglicht dir spannende und tiefgreifende Erfahrungen und Erkenntnisse zu machen!

7. Gedanken dürfen sein!

Es passiert häufig, dass wir während der Meditation abschweifen und uns in Gedanken verlieren (statt voll und ganz bei der Sache zu sein). Das ist ziemlich normal und wird mit zunehmender Übung immer weniger!

Versuche nicht dich dagegen zu wehren, dich darüber zu ärgern oder deine Gedanken zu unterdrücken. Sei liebevoll und geduldig zu dir selbst.

Die regelmäßige Konzentration auf das Mantra stärkt nachweislich deine Achtsamkeit!

Merkst du, dass du mit deinen Gedanken abgeschweift bist, lenke deine Aufmerksamkeit sanft aber entschlossen wieder zurück auf das Mantra und lasse die Gedanken an dir vorbeiziehen.

Sie dürfen da sein, aber du musst ihnen nicht folgen, sondern vielmehr deine Konzentration auf die Vibration deiner Stimme, auf die Energie deines Mantras lenken. Diese regelmäßige Konzentration auf das Mantra und auf das Hier & Jetzt stärkt nachweislich deine Achtsamkeit und bringt dir eine Fülle an Vorteilen für dein körperliches und geistiges Wohlbefinden!

Lesetipp: Erfahre hier die Top 15 Vorteile, die Meditation und Achtsamkeit für deinen Körper, Geist und deine Gefühle haben in unserem Beitrag Was bringt Meditation?

8. Schließe deine Meditation ab

Fühle in dich hinein, nimm noch ein paar tiefe Atemzüge und sei stolz und dankbar für diese Zeit.

Ist das Ende deiner Meditationseinheit gekommen, spring nicht sofort auf. Falls der Timer geklingelt hat, schalte ihn aus und nimm dir noch einen Moment Zeit, um den Augenblick zu genießen.

Fühle in dich hinein, nimm noch ein paar tiefe und bewusste Atemzüge und sei stolz und dankbar dass du dir die Zeit für diese Meditation genommen hast.

Sehr wirkungsvoll ist es auch, sich am Ende folgende Fragen zu stellen: Wie fühle ich mich gerade? Bin ich entspannter? Ruhiger? Zufriedener? Diese kleine Abschlussübung hilft dabei, den eigenen Fortschritt besser zu verfolgen und motiviert zu bleiben.

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Sei stolz und dankbar für diese wertvolle Zeit. Mein Tipp: Eine tolle Unterstützung für deine Meditation ist die Anwendung von Handgesten – sogenannten Mudras. Bild: das Anjali Mudra / die Gebetshaltung / Namaste.

Top 3 Klänge für deine Mantra-Meditation

Es gibt unzählige Mantras und jeder Ton, jede Silbe und jede Affirmation kann zur Mantra-Meditation verwendet werden. Schall ist ein wunderbarer Energieträger und genau darum geht es bei der Mantra-Meditation: Um die Frequenz, die Energieschwingung des Klangs, die durch unser Gefühl und unsere Intension eine ganz besondere und individuelle Bedeutung bekommt.

Mantras werden bereits seit Jahrtausenden erfolgreich genutzt (nachweislich bereits vor 3.500 Jahren in den heiligen indischen Texten – den Veden – enthalten!). Es wird oft behauptet, dass die kraftvollsten Mantras die uralten Sanskrit-Mantras aus dem Hinduismus und Buddhismus sind.

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Mantras spielen im Buddhismus und Hinduismus eine wichtige Rolle.

Um dieser Tradition zu folgen stelle ich dir hier drei der beliebtesten Mantras vor:

OM – der kosmische Klang | Top 1

OM gilt als der Klang des Universums, als Schwingungsenergie der Schöpfung.

Wenn es ein Mantra gibt, das einfach jeder kennen sollte, dann ist es das Mantra OM (A-U-M)! Om ist das bekannteste und wichtigste Mantra, das im Buddhismus und Hinduismus seit Jahrtausenden praktiziert wird.

Om gilt als der „Urklang des Universums“!

Die heilige Silbe Om ist eine Zusammensetzung der Buchstaben AUM und symbolisiert mit dieser Trinität den Wachzustand, den Traumzustand und den Tiefschlaf. Auch die Gegenwart, die Zukunft und die Vergangenheit finden in Om ihre Repräsentation.

Die Dreieinigkeit ist ein wichtiges Konzept im Hinduismus, laut welchem die höchste Realität (Brahman) sich aus der Dreiheit (Sanskrit Trimurti) der Götter Brahma (der Schöpfer), Vishnu (der Erhalter) und Shiva (der Zerstörer) zusammensetzt.

Om gilt als das Mantra mit der stärksten spirituellen Energie, das die Kraft hat dich mit der Essenz deines Seins, der inneren Stille, dem namenlosen reinen Bewusstsein zu verbinden!

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Das Symbol OM

Ich empfehle dir auf jeden Fall dieses wunderbare Mantra auszuprobieren! Rezitiere es laut und konzentriere dich dabei ganz auf die Vibration deiner Stimme und auf dein Körpergefühl, da dann die Wirkung des Mantras sich voll entfalten kann.

Hier kannst du dir verschiedene Versionen des klassischen Mantras OM anhören:

Om Namah Shivaja – das Shiva Mantra | Top 2

Das fünfsilbige Panchakshara Mantra (Sanskrit Pancha: “fünf”) ist ein Mantra zu Ehren der hinduistischen Gottheit Shiva, dem Gott des Wandels und der Zerstörung.

Om Namah Shivaya lässt sich etwas mit „Sei gegrüßt, Shiva, Gott des Wandels“ oder „Ich verbeuge mich vor dir, Shiva“ übersetzen.

OM: der kosmische Laut – Namah: die Verehrung – Shivaya: für Shiva.

Dieses Mantra hilft beim Neuanfang, beim Loslassen in schwierigen Zeiten und es unterstützt dich dabei zu akzeptieren dass nichts in der Welt ewig besteht. Hierin liegt aber keinesfalls Pessimismus oder Negativität, sondern wahre Schönheit! Zu verinnerlichen, dass alles kommt und geht ermöglicht es dir, ein Gefühl tiefer Demut und wahrhaftiger Liebe für den Moment im Hier und Jetzt entstehen zu lassen.

Hier kannst du dir eine wundervolle Version von Om Namah Shivaya anhören, gesungen von Krishna Das:

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Om Namah Shivaya – das Mantra zu Ehren von Shiva, einem der drei Hauptgötter (Trimurti) des Hinduismus.

Om Mani Padme Hum – das Mantra des Mitgefühls | Top 3

Dieses Mantra gilt als das älteste und beliebteste Mantra des tibetischen Buddhismus.

Das Mantra Om Mani Padme Hum ist das älteste und beliebteste Mantra des tibetischen Buddhismus und gilt als das Mantra des tiefen Mitgefühls!

Die sechs Silben des Mantras stehen symbolisch für die sechs transzendenten Tugenden (Sanskrit Pāramitā) des Buddhismus: 1. Großzügigkeit, 2. Ethik, 3. Geduld, 4. Anstrengung & begeisterte Beharrlichkeit, 5. Konzentration (Disziplin) und 6. Weisheit.

Hat man diese Eigenschaften verwirklicht, so gilt man als erwacht (als Buddha) und hat die Befreiung aus dem Kreislauf der Wiedergeburten (Samsara) erreicht. Tiefes, liebevolles Mitgefühl ist ein zentraler Schlüssel auf dem Weg zur Erleuchtung (Nirvana / Moksha) und daher gilt dieses Mantra für viele als das stärkste buddhistische Mantra überhaupt.

Höre dir hier das tibetische Mantra Om Mani Padme Hum an:

Weitere bekannte und beliebte Mantras für deine Meditation:

  • Aham Prema: Übersetzt bedeutet Aham Prema Ich bin Liebe. Es ist das wertvollste Mantra für tiefe Selbstliebe!
  • Hare Krishna: Dieses populäre Mantra findet insbesondere durch die Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein (ISKCON) Verbreitung. Krishna ist nach hinduistischer Mythologie die achte Inkarnation (Avatar) des Gottes Vishnu.
  • Sat, Chit, Ananda: Diese drei Sanskrit-Wörter repräsentieren nach der Philosophie des Vedanta die Eigenschaften der höchsten Realität, des Göttlichen. Ihre Bedeutung: reines Sein (Sat), die göttliche Selbsterkenntnis (Chit) und die bedingungslose Glückseligkeit die darin enthalten ist (Ananda).
  • Lokah Samastah Sukhino Bhavantu: Das Mantra Lokah Samastah Sukhino Bhavantu ist insbesondere im Yoga ein beliebter Vers und bedeutet in etwa „Mögen alle Geschöpfe an allen Orten glücklich und frei sein„.
  • Om Vasudhare Svaha: 108 Wiederholungen sind notwendig damit dieses buddhistische Geld-Mantra seine monetäre Wirkung manifestiert.
  • So Ham: Im Yoga und Tantra manchmal auch Soham oder Sohum geschrieben, symbolisiert dieses Wort die Verbindung zwischen der erlebten Welt/Wirklichkeit (So) und dem erlebenden Bewusstsein (Ham) jenseits der Dualität. Ähnlich wie das Mahavakya Tat Twam Asi lautet die Bedeutung „Ich bin Es“. Das Mantra SoHam gilt als das Atem-Mantra, der Lebensenergie Prana und verbindet unsere innere mit der äußeren Welt.
  • Gayatri Mantra: Eine der wichtigsten vedischen Hymnen im Hinduismus ist Gayatri bzw. das Gayatri-Mantra. Gayatri ist ebenfalls eine Hindu-Göttin und Frau von Brahma, dem Gott der Schöpfung.
  • Amen / Halleluja: Mantras werden religionsübergreifend praktiziert und sind keine reine buddhistische Meditationstechnik. Das christliche Amen (Bedeutung „wir vertrauen darauf / so ist es“) kann als Gebet und Wiederholung ebenso genutzt werden wie das heilige Wort Halleluja.
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Für wen eignet sich die Mantra-Meditation?

Mantra-Meditation eignet sich prinzipiell für alle! Ich kann dir wärmstens empfehlen die Klangschwingung der heiligen Silben und Wörter selbst auszuprobieren um ihre Wirkung am eigenen Körper und Geist zu erfahren.

Mantra-Meditation ist eine klangvolle Versenkung und eine große Abwechslung zur stillen Meditation.

Ich würde nicht sagen, dass ich die Mantra-Meditation gegenüber der stillen Meditation bevorzuge, da sie schlichtweg nicht vergleichbar sind. Aber wenn ich starke Konzentrationsschwierigkeiten habe, mich in eine meditative Trance bringen möchte oder mir einfach danach ist, dann praktiziere ich sehr gerne die Mantra-Meditation.

Mein Tipp: Spreche oder singe (Chanten / Chanting) das Mantra deiner Wahl laut. Meiner Erfahrung nach ist der Effekt stärker als bei der leisen Wiederholung in Gedanken…

Bei welchen Meditationsformen werden Mantras genutzt?

Mantras können als Meditationsobjekt für viele Meditationsarten genutzt werden. Die häufigsten Meditationsarten bei denen Mantras zu Einsatz kommen sind:

  1. Japa Mala: Die Meditation mit der traditionellen Gebetskette – der Mala – funktioniert mit einem Mantra oder einer passenden Affirmation. Japa Mala eignet sich hervorragend zur Auflösung von Glaubenssätzen und für sog. Suggestionsduschen (eine Technik aus der Hypnose).
  2. Transzendentale Meditation: Ein wesentlicher Inhalt der Transzendentalen Meditation ist das Mantra. Bei dieser Meditationsmethode wird zwei Mal täglich mit geschlossenen Augen über einen Zeitraum von 20 Minuten ein und dasselbe Mantra wiederholt.
  3. Metta-Meditation: Die Metta-Meditation ist die Meditation des Herzens! Dabei werden Metta-Sätze (Mantras & Affirmationen der Güte und Liebe) wiederholt, mit der Absicht in einen Dialog mit unserem Herzen zu treten und ein liebevolles Gefühl während der Meditationspraxis zu kultivieren.
  4. Chakren-Meditation: Jedem Chakra (Energiezentrum im Körper) ist ebenfalls ein Mantra zugeordnet, das zur Stärkung und Öffnung des Chakras rezitiert werden kann. Allerdings ist die Chakren-Meditation nicht unbedingt eine Mantra-Meditation, da es sehr viele Wege gibt die Chakren zu stärken, z.B. wäre dies in der Praxis ebenfalls durch Mudras (Handgesten) möglich oder eine Kombination aus beidem, was extrem wirkungsvoll sein kann.
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Auf den buddhistischen Gebetsmühlen sind Mantras aufgetragen. Das Drehen der Mühlen soll eine vergleichbare Wirkung haben wie das Rezitieren eines Gebets oder Mantras.

Tipps & Tricks für deinen Meditationserfolg

  1. Habe Geduld und Vertrauen! Klappt es nicht beim ersten Mal, dann probiere ein bisschen aus. Meditieren bedeutet auch zu experimentieren, neugierig und offen sein für die inneren Prozesse und Zustände.
    Ich empfehle dir deine Meditationspraxis mit Selbstliebe und Geduld zu beginnen und dich von sämtlichen Zwängen und Erwartungen zu befreien.
  2. Habe keine Hemmung davor dein Mantra zu wechseln: Merkst du, dass das Mantra nicht zu dir passt, dann wechsle einfach das Mantra. Passt der Rhythmus nicht? Lässt sich das Mantra nicht gut Chanten oder passt die Bedeutung des Wortes nicht zu dir? Folge ganz deiner Intuition: In der Meditation gibt es kein Müssen!

Mantra-Meditation FAQ | Deine Fragen, meine Antworten

Dauer: Wie lange dauert die Mantra-Meditation?

Die meisten Meditierenden wählen ein Zeitfenster von 10-15 Minuten um die Mantra-Meditation zu praktizieren. Während dieser Zeitspanne wird das Mantra immer wieder wiederholt. Grundsätzlich gilt aber, dass du so lange Mantras rezitieren kannst wie du dich dabei wohlfühlst.
Du kannst mit deinem Mantra auch etwas experimentieren, den Rhythmus anpassen, die Wörter chanten, laut, leise oder still im Geist vorsagen. Achte auf die Klangschwingung und ihre Wirkung auf deinen Körper und Geist und passe die Dauer der Meditation nach deinen Bedürfnissen an.

Brauche ich ein Mantra um Meditieren zu können?

Nein. Das Meditieren mit Mantras ist eine von vielen Meditationstechniken, aber ein Mantra ist keine Notwendigkeit. Mantras haben allerdings viele Vorteile und können dir helfen, deine Aufmerksamkeit zu fokussieren. Sie lassen sich auch mit weiteren Meditationsformen und Methoden wie der Gehmeditation oder der Atemmeditation verbinden.

Welches Mantra eignet sich am Besten für die Meditation?

Ich möchte es mal so ausdrücken: Es gibt kein falsches Mantra! Jedes Mantra, jedes Gebet und jedes Wort kann in der Praxis zur Meditation genutzt werden. Probiere am besten aus, welches sich für dich richtig anfühlt und habe keine Hemmung davor das Mantra während der Meditation zu wechseln, wenn du merkst, dass es dir schwer fällt. Dann sind andere Mantren sicherlich eine bessere Wahl.

Mantra-Meditation | Mein persönliches Fazit

anne-haffner-freigefuehlt-autorin

Mantra-Meditation ist befreiend. Für mich sind Mantras eine der schönsten Arten zu Meditieren und am liebsten in Kombination mit meiner Lotussamenkette*.

Sei während der Meditation offen und voller Hingabe. Lasse dich ganz auf das Mantra ein und versuche dich mit seinem Klang zu verbinden, sodass die ganze Schwingung und Energie des Mantras auf dich übergeht – eine wundervolle Erfahrung!

Ich wünsche dir ganz viel Freude bei der Mantra-Meditation und bei deinem individuellen Weg zu mehr Glück, Frieden und Freiheit! Und falls diese Meditationsart nichts für dich ist, dann probiere einfach eine andere Meditationstechnik aus.

Anne Haffner Unterschrift

Hast du schon einmal mit einem Mantra meditiert? Wie waren deine Erfahrungen mit der Mantra-Meditation und welche Technik kannst du uns dazu empfehlen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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Um Freiheit zu finden bin ich vier Jahr um die Welt gereist. Doch die wahre Reise meines Lebens begann erst als ich die Meditation entdeckte. Ich freue mich riesig darauf, hier auf FREIgefühlt gemeinsam mit dir in unser inneres Universum einzutauchen!


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