Mudras: Die 12 wertvollsten Handgesten und ihre Bedeutung für deine Meditation


Meditationsübung Bevor du weiterliest: Eine kleine Meditationsübung für mehr Konzentration & Achtsamkeit

Schließe deine Augen, atme ruhig und bewusst einige Male tief ein und aus. Achte beim Ausatmen darauf, deine Lungen langsam und vollständig zu leeren. Spüre, wie du mit jedem Ausatmen mehr zur Ruhe kommst und wie du beim Einatmen Kraft und Energie in dir aufnimmst. Wiederhole diese kleine Meditation so lange du möchtest. Öffne danach deine Augen und atme normal weiter… Viel Spaß beim Lesen!

Ein Mudra ist eine Geste mit großer Wirkung, die vor allem in Meditation und Yoga eine wichtige Rolle spielt. Regelmäßig praktiziert helfen uns Mudras beim Erlangen höherer Bewusstseinszustände, können Krankheiten heilen, seelische Blockaden lösen und sind eine Energie-Tankstelle im Alltag.

Im Folgenden werde ich dir die wertvollsten Mudras vorstellen und ihre Bedeutung und Wirkung erklären. Außerdem zeige ich dir, wie du die Mudras spielend leicht selbst praktizieren und von ihren harmonisierenden und heilsamen Kräften profitieren kannst.

Der Beitrag ist sehr ausführlich: Nutze das Inhaltsverzeichnis und springe bei Bedarf direkt zum Kapitel deiner Wahl.

Mudra | Das wichtigste auf einen Blick

  • Aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet Mudra ursprünglich „Siegel“ oder „Zeichen“. Das Wort setzt sich zusammen aus der Silbe Mud (Freude, Glückseligkeit) und Ra (auslösen, geben). Frei übersetzt bedeutet Mudra also eine Geste, die Freude und Glück bringt.
  • Mudras lenken durch das Nutzen gezielter Akupressurpunkte den Energiefluss in unserem Körper und sind – regelmäßig praktiziert – eine sprudelnde Energie-Quelle.
  • Da jeder Bereich der Hand einem bestimmten Teil unseres Körpers und Geistes zugeordnet ist, können wir durch die gezielte Haltung unserer Hände und das Berühren von Fingern durch Mudras unseren Körper und Geist beeinflussen.
  • Die Anwendung der klassischen Handgesten kann durch Körperhaltungen, Augenpositionen, Atemtechniken, sowie passende Affirmationen und ätherische Öle während der Meditation unterstützt werden.
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Die Gebetshaltung (Anjali Mudra) wird in einigen asiatischen Ländern wie Indien und Nepal auch zum Gruß eingesetzt, begleitet von einem freundlichen Namaste!

Was ist ein Mudra?

Im Kontext der Meditation wird ein Mudra in der Regel als Handgeste ausgeführt.

Ein Mudra ist eine Geste. Sowohl Körper, Kopf, Augen, Zunge als auch Hände können Mudras ausführen. Spricht man von einem Mudra – vor allem im Kontext von Meditation und Yoga – ist aber im Allgemeinen eine Geste gemeint, die mit den Händen ausgeführt wird.

Im Folgenden beziehen wir uns daher überwiegend auf Mudras als symbolische und energetische Handgesten, die auch gezielt während Meditation und Yoga eingesetzt werden können.

Durch die richtige Körperhaltung, Atemtechnik und Position der Augen können die Handgesten wirkungsvoll unterstützt werden.

Warum sind Mudras so wirkungsvoll?

An jeder Fingerspitze befinden sich rund 4.000 Nervenfasern, die mit unseren Organen und dem zentralen Nervensystem verbunden sind. Jeder Bereich auf der Hand ist einem ganz bestimmten Teil unseres Körpers und Geistes zugeordnet. Im Alltag werden durch das Ertasten von Objekten ganz automatisch bestimmte Gehirnareale stimuliert.

In der Meditation hingegen können wir ganz bewusst durch das gezielte Drücken von Akkupressurpunkten bestimmte Gehirnregionen aktivieren und über unsere Handgesten den Körper und Geist beeinflussen.

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Fast jede Buddha Statue zeigt eine bestimmte Fingerhaltung.

Nach der alten indischen Lehre des Ayurveda und der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) besteht der physische Körper aus fünf Elementen: Erde, Luft, Feuer, Wasser und Akasha (Äther). Wobei jeder Finger einem Element und einem Chakra (Energiezentrum) zugeordnet ist:

ElementChakraMeridianBedeutung
DaumenFeuerSolarplexusLungen-Meridian verantwortlich für unsere Bedürfnisse Hunger, Durst, Schlaf
ZeigefingerLuftHerzchakraDickdarm-Meridianverantwortlich für Bewegung und Atem
MittelfingerAkashaHalschakraPerikard-Meridianverantwortlich für innere Weisheit, Intuition und Ängste
RingfingerErdeWurzelchakraDreifach-Erwärmer-Meridianverantwortlich für Gewebe, Knochen, Fleisch, Haut und Haare
Kleiner FingerWasserSakralchakraDünndarm-Meridianverantwortlich für alle Körperflüssigkeiten
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Infografik: die Finger der Hand und ihre Bedeutung nach Ayurveda und der Chakrenlehre.

Noch ein ergänzender Hinweis: Alles was durch den Daumen berührt wird, wird gestärkt (Element Feuer). Daher ist gerade der Daumen ein zentrales Element der Mudras.

Es wird angenommen, dass ein Ungleichgewicht in einem dieser fünf Elemente eine entscheidende Ursache von Krankheiten ist. Daher können durch das regelmäßige Praktizieren von Mudras Krankheiten verbessert oder geheilt und das Gleichgewicht im Körper wiederhergestellt werden.

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Infografik: Top 12 Mudras und ihre Bedeutung © FREIgefühlt

Die 12 wichtigsten Mudras und ihre Bedeutung

Anjali Mudra – die Gebetshaltung | Top 1

Das Anjali Mudra ist eine klassische Gebetshaltung und wird religionsübergreifend zum Gebet genutzt. In manchen Kulturkreisen (beispielsweise Indien und Nepal) wird die Anjali-Fingerhaltung als Gruß eingesetzt, begleitet von einem Namaste und einer verneigenden Kopfbewegung.

Auch im indischen Tanz, dem südindischen Bharatanatyam, und in vielen Yoga Asanas (Körperstellungen) hat die Handgeste Anjali ebenfalls eine wichtige Bedeutung und symbolisiert Dankbarkeit und Demut.

Anwendung des Anjali Mudras

Bringe deine Handflächen zusammen, platziere sie so vor der Brust, dass deine Daumen das Brustbein auf Höhe des Herzens berühren.

  • Bedeutung: Das Wort Anjali stammt aus dem Sankskrit und bedeutet „Darbietung“. Das Mudra ist eine Geste der Demut, des Respekts und der Ehrerbietung.
  • Wirkung: Ausgleichend, stressreduzierend, bringt Ruhe und führt dich zurück zu deiner inneren Mitte.
  • Abwandlung: Möchtest du die Symbolik der Ehrerbietung, noch tiefer unterstützen, kannst du nach dem Gebet/der Meditation die Hände öffnen und mit nach oben geöffneten Handflächen sowie einer verneigenden Kopfbewegung Dankbarkeit zeigen und tiefe Demut fühlen.
  • Zugeordnetes Chakra: Herz-Chakra – Bedeutung: Mitgefühl, Liebe, Harmonie und Hingabe.
  • Weitere Schreibweisen: Anjali-Mudra, Anjalimudra.

Dhyana Mudra – die Meditationsgeste | Top 2

Das Dhyana Mudra besitzt die Kraft, seelische Anhaftungen in klare Wahrnehmungen zu transformieren. Während der Meditation angewandt führt es dich zurück zu deiner Mitte und bringt Ruhe und Harmonie.

Anwendung des Dhyana Mudras

Laut Tradition wird die rechte Hand auf die linke Hand gelegt, die Handflächen zeigen dabei nach oben. Die Fingerspitzen deiner Daumen berühren sich, so dass deine Hände einen Kreis bilden – das Symbol für Harmonie, die Einheit des Lebens (= die Illusion der Dualität), sowie die Verbindung der drei buddhistischen Juwelen (Dharma, Buddha, Sangha). Deine Hände kannst du während der Meditation ganz entspannt auf Bauch oder Beine legen.

  • Bedeutung: Dhyana bezeichnet ursprünglich den Zustand reiner Meditation. Damit gemeint ist der eigentliche (erleuchtete) Zustand unseres Seins, nicht die Technik bzw. das meditative Tun (lies dazu auch: Was Meditation wirklich bedeutet). Daher wird diese Fingerhaltung auch als die klassische Meditationsgeste angesehen. Dhyana ist außerdem die etymologische Grundlage des Wortes Zen (Indien: Dhyana – China: Chan(a) – Japan: Zen). Viele Buddha-Statuen zeigen dieses Mudra, da Buddha laut der Überlieferung in dieser Haltung unter dem Bodhi-Baum meditierte.
  • Wirkung: Beruhigt, zentriert und vertieft deine Meditation.
  • Abwandlung: Statt die Hände auf dem Schoß abzulegen, kannst du sie auch etwas oberhalb deines Bauchnabels halten. Diese Abwandlung eignet sich besonders dann, wenn du etwas müde bist, da sie dich dabei unterstützt wach und konzentriert zu bleiben.
  • Zugeordnetes Chakra: Sakralchakra – Bedeutung: Lebensfreude, Partnerschaft, Schöpferkraft.
  • Weitere Schreibweisen: Dhyana-Mudra, Dhyanamudra.

Jnana Mudra – die Geste der Weisheit | Top 3

Viele, die an ein Mudra denken, haben sofort diese Fingerhaltung im Kopf. Auf etlichen Statuen abgebildet zählt das Jnana Mudra zu den bekanntesten und beliebtesten Fingerhaltungen im Yoga und der Meditation.

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Anwendung des Jnana Mudras

Die Fingerspitzen des Daumens und des Zeigefingers derselben Hand berühren sich, die übrigen Finger werden abgespreizt oder – je nach Variante – locker gelassen. Die Hände können jetzt entweder nach oben geöffnet (aktive, empfangende Haltung) oder nach unten (erdende, in sich gekehrte Haltung – vgl. Chin Mudra) auf den Knien oder Beinen abgelegt werden.

  • Bedeutung: Im hinduistischen Glauben symbolisiert der Zeigefinger das individuelle Selbst (Atman), welches sich bei Anwendung dieses Mudras beugt und mit dem universellen Sein (Brahman) verschmilzt (vergleichbar mit der Vorstellung der unio mystica in der christlichen Theologie). Es symbolisiert also die Überwindung der Dualität der Welt und das Transzendieren des Egos. Das Jnana Mudra – auch Mudra des Wissens genannt – ist allgemein eine sehr beliebte Meditationshaltung.
  • Wirkung: Dieses Mudra regt das zentrale Nervensystem, den Kreislauf sowie den Tastsinn an. Die Wirkung ist sehr stark: Regelmäßig praktiziert können das Gedächtnis und das Erinnerungsvermögen verbessert, sowie die Konzentration gefördert werden. Dem Mudra wird nachgesagt Intelligenz und Einsicht zu fördern, daher wird Jnana auch als das Mudra des Wissens und der Weisheit bezeichnet. Diese Eigenschaft findet sich auch in der Etymologie des griechischen Wortes Gnosis (Erkenntnis/Wissen), aus dem auch das englische Wort to know / knowledge (Wissen) stammt. Darüber hinaus unterstützt dich das Jnana Mudra dabei innere Harmonie zu finden, Spannungen zu lösen und eröffnet (mit nach oben zeigenden Handflächen) neue spirituelle Bewusstseinszustände.
  • Abwandlung: Möchtest du gezielt dein Wurzelchakra stärken und öffnen, dann wähle die Variante in der sich dein Daumen und Zeigefinger berühren, die restlichen Finger aber locker weggestreckt werden.
  • Zugeordnetes Charka: Wurzelchakra – Bedeutung: Erdung, Sicherheit, Grundvertrauen, Mut.
  • Weitere Schreibweisen: Jnana-Mudra, Jnanamudra, Gyan Mudra.
  • Abgrenzung zum Chin Mudra (das Rad des Wissens): Trotz hoher Ähnlichkeit unterscheiden sich das Jnana und Chin Mudra voneinander. Im Chin Mudra wird der Zeigefinger auf Höhe des Daumen-Gelenks platziert (nicht auf der Daumenkuppe wie beim Jnana). Ein weiterer Unterschied ist, dass die Handhaltung beim Chin Mudra nach unten zeigt und einen erdenden Effekt hat.

Shunya Mudra – das Ohrenmudra | Top 4

Spirituell betrachtet repräsentiert das Shunya Mudra die Leere der Unendlichkeit und Ewigkeit, das was alle Wahrnehmung transzendiert. Es führt zu einem Zustand tiefer Entspannung, Ruhe und Harmonie. Diese Handhaltung erdet und beruhigt.

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Anwendung des Shunya Mudras:

Beuge den Mittelfinger und lege die Fingerkuppe des Daumens auf den Nagel des Mittelfingers, sodass beide Finger einen Kreis bilden. Die restlichen Finger werden sanft gestreckt. Die Handrücken können in der Meditation entspannt auf den Knien oder Oberschenkeln abgelegt werden.

  • Bedeutung: Viele Buddha-Statuen zeigen das Shunya Mudra als Symbol der „Leere des Seins“ (in Sanskrit Shunyata). Dahinter verbirgt sich die sehr tiefgründige Vorstellung des leeren Raums als allesumfassende Grundlage des Universums. Alles was existiert (aus dem lateinischen exsistere – hervorstehen, heraustreten), alle Dinge dieser Welt bestehen in diesem weiten Raum der Leere (shunyata), aus dem heraus sich die Welt manifestiert. „Leere“ bedeutet also im hinduistischen und buddhistischen Kontext nicht „Nichts“ sondern vielmehr „das, was alles beinhaltet“, was alle Dinge hervorbringt ohne selbst ein Ding zu sein…
  • Wirkung: Gesundheitlich ist das Shunya Mudra ein Hand-Mudra welches das Halschakra stärkt, das Ohrschmerzen und Gehörprobleme heilt, sowie bei Beschwerden im Rachen und Nasenbereich die Heilung unterstützt. Ich nenne es daher auch gerne das „Hals-Nasen-Ohren-Mudra“. Es soll sogar die Kraft haben, Schwerhörigkeit zu heilen!
  • Zugeordnetes Chakra: Halschakra – Bedeutung: Kommunikation, Wahrheit, Klarheit.
  • Abwandlung: Eher selten angewandt, aber möglich, ist es die Hände nach oben zu halten.
  • Weitere Schreibweisen: Shunya-Mudra, Shunyamudra.

Varuna Mudra – das Wasser-Mudra | Top 5

Das Varuna Mudra harmonisiert das Sakralchakra (auch Nabelchakra genannt) und aktiviert das Element Wasser in unserem Körper. Es harmonisiert unseren Wasser-Haushalt und bringt die Energie und Versorgung unseres Körpers mit diesem lebenswichtigen Element wieder in Schwung. Emotional hilft es beim Loslassen und Befreien.

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Anwendung des Varuna Mudras

Die Fingerkuppen des Daumens und kleinen Fingers derselben Hand berühren sich. Die übrigen Finger werden sanft gestreckt.

  • Bedeutung: Varuna ist im Hinduismus der Wassergott und durch die Anwendung dieses Mudras wird im Körper das Element Wasser harmonisiert, da der kleine Finger dem Wasserelement zugeordnet wird.
  • Wirkung: Leidest du unter einer Fehlfunktion der Nieren, hast einen trockenen Mund, spröde Haut oder gerötete Augen, dann hilft dir dieses Hand-Mudra bei der Heilung. Das Varuna Mudra hilft auch dabei loszulassen und Zugang zu deinen Gefühlen zu finden.
  • Zugeordnetes Chakra: Sakralchakra (wie das Dyhana Mudra) – Bedeutung: Lebensfreude, Partnerschaft, Schöpferkraft.
  • Abwandlung: Je nachdem, wo du deinen kleinen Finger am Daumen platzierst aktivierst du im Körper andere Chakren. Je weiter der kleine Finger zum Daumenansatz wandert desto höher das angesprochene Energiezentrum.
  • Weitere Schreibweisen: Varun Mudra, Varuna-Mudra, Varunamudra.

Prithvi Mudra – das Erdmudra | Top 6

Das Prithvi Mudra erdet dich in bewegten Zeiten und ist das Mudra der Wahl wenn du dein Wurzelchakra öffnen und stärken möchtest. Es festigt dich in deinem Vertrauen, beschenkt dich mit Mut und einer tiefen Verbindung zu Mutter Erde.

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Anwendung des Prithvi Mudra

Die Fingerkuppen von Daumen und Mittelfinger berühren sich, die restlichen Finger werden locker ausgestreckt.

  • Bedeutung: Der Mittelfinger ist dem Element Erde zugeordnet. Aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet Prithvi Erde. Das Prithvi Mudra stärkt die Erdenergie und verbindet dich mit Mutter Erde (Gaia).
  • Wirkung: Wendest du dieses Hand-Mudra regelmäßig an, stärkst du deine Fingernägel, Muskeln, Knochen, Haare und deinen Geruchssinn. Die Handgeste hilft auch bei der Heilung von Magenproblemen und stimuliert die Ausscheidungsorgane.
  • Zugeordnetes Chakra: Wurzelchakra (wie das Jnana) – Bedeutung: Erdung, Sicherheit, Grundvertrauen, Mut.
  • Abwandlung: Dieses Mudra kann im Alltag sowie während der Meditation durchgeführt werden. Im Sitzen legst du deine Hände locker auf deine Beine, bei einer Gehmeditation lässt du die Arme entspannt runterhängen.
  • Weitere Schreibweisen: Prithivi-Mudra, Prithivimudra.

Apana Mudra – das Reinigungs-Mudra | Top 7

Möchtest du deine innere Reinigung sowie Entgiftungsprozesse in Gang setzen, dann unterstützt dich das Apana Mudra dabei. Die Fingerhaltung hilft bei der Reinigung deiner Lunge während des Ausatmens, entgiftet alle Ausscheidungsorgane und hilft auch bei emotionaler Befreiung von altem Ballast (kathartische Wirkung).

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Anwendung des Apana Mudras

Die Fingerspitze des Daumens berührt die Spitzen des Mittel- und Ringfingers, während der kleine Finger sowie der Zeigefinger locker ausgestreckt werden und die Handfläche nach oben zeigt. Das Apana Mudra kann in jeder Sitzhaltung während der Meditation ausgeführt werden.

  • Bedeutung: Innerliche Reinigung wird durch das Apana Mudra in Gang gesetzt während die Elemente Feuer, Äther und Erde harmonisiert werden.
  • Wirkung: Das Apana Mudra entgiftet und reinigt den Körper. Die Handgeste hilft die Entschlackungsprozesse in Gang zu setzten, hilft bei Nieren- und Darmproblemen und fördert das Einsetzen der Menstruation.
  • Abwandlung zur Stärkung des Solarplexuschakras: Nehme mit den Händen die Geste des Apana Mudras ein und halte sie während der Meditation horizontal in Höhe deines Solarplexuschakras.
  • Zugeordnetes Chakra: Solarplexuschakra – Bedeutung: Willenskraft, Durchsetzungsvermögen, Weisheit.
  • Weitere Bezeichnungen: Apaan Mudra, Apan-Mudra, Apana-Mudra, Apanamudra, Energie-Mudra

Prana Mudra – das Lebens-Mudra | Top 8

Wenn du Energie tanken möchtest, dann wähle das kraftvolle Prana Mudra. Denn das Prana Mudra unterstützt dich dabei, Energie im feinstofflichen Körper zu aktivieren und in Schwingung zu bringen.

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Anwendung des Prana Mudras

Die Fingerspitze des Daumens berührt die des kleinen Fingers und des Ringfingers. Die anderen Finger werden nach oben gestreckt.

  • Bedeutung: Prana bedeutet Energie, bzw. Lebensenergie. Kombiniere diese Fingerhaltung mit Achtsamkeit und spüre, wie bei jedem Atemzug frische Energie in deinen Körper fließt.
  • Wirkung: Durch regelmäßige Anwendung dieses Mudras werden Müdigkeit und innere Nervosität reduziert. Das Mudra schenkt dir Durchhaltevermögen, Durchsetzungskraft, innere Klarheit und ein gesundes Selbstvertrauen. Körperlich stärkt die Handgeste die allgemeine Vitalität, senkt erhöhten Blutdruck und schärft das Sehvermögen.
  • Abwandlung: Statt mit dem Daumen die Fingerkuppen vom kleinen Finger und Zeigefinger zu berühren, kannst du den Daumen auch weiter nach vorne bringen. Kleiner und Zeigefinger berühren dann den mittleren Abschnitt des Daumens.
  • Zugeordnetes Chakra: Wurzelchakra (wie Prithvi und Jnana) – Bedeutung: Erdung, Sicherheit, Grundvertrauen, Mut.
  • Weitere Bezeichnungen: Prana-Mudra, Pranamudra.

Bhairava Mudra – Siegel des Mutes | Top 9

Im Tantra und Yoga repräsentiert das Bhairava Mudra das Symbol der Vereinigung, bei dem das individuelle Bewusstsein mit Geist und Körper zu einer Einheit werden.

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Anwendung des Bhairava Mudras

Setzte dich hin, lege deine Hände in den Schoß und platziere deine rechte Hand über deine linke Hand. Lass dabei deine Handflächen nach oben zeigen.

  • Bedeutung: Bhairava ist eine Inkarnation des indischen Hauptgottes Shiva und der Gott der Vernichtung. Aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet Bhairava „schrecklich“ und wer dieses Mudra anwendet, der zeigt Mut und bietet Furcht und Angst die Stirn, auch Krankheiten bleiben fern.
  • Wirkung: Hilft Ängste und Unruhe-Zustände loszuwerden und sorgt für einen ausgeglichenen Energiefluss. Seine Wirkung kann durch Pranayama (Achtsamkeits- & Atemübungen) noch verstärkt werden.
  • Zugeordnetes Chakra: Wurzelchakra (wie Prana, Prithvi und Jnana) – Bedeutung: Erdung, Sicherheit, Grundvertrauen, Mut.
  • Weitere Bezeichnungen: Bhairava-Mudra, Bhairavamudra.

Varada Mudra – das Siegel der Wunschgewährung | Top 10

Höchsten Seelenfrieden zu erreichen ist das ultimative Ziel des Varada Mudras, während es uns gleichzeitig zu Wohlstand und innerer Harmonie verhilft. Bekannt ist dieses Mudra aufgrund der Darstellung bei etlichen Buddha-Statuen, als Symbol dafür, dass Buddha den Menschen den Weg zur Erleuchtung zeigen wird, sowie als Zeichen der Gabe und Gnade.

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Anwendung des Varada Mudras

Lege beide Hände auf die Knie, drehe jetzt eine deiner Hände (für die klassische Bedeutung die linke Hand), sodass die Handfläche nach oben zeigt. Jetzt beuge deine Hand nach vorne, sodass deine Finger nach unten zeigen. Was erst einmal kompliziert klingt, ist – gewusst wie – sehr einfach umzusetzen und normalweise kann man nach wenigen Minuten schon tief entspannen. Mit der zweiten Hand werden häufig weitere Mudras praktiziert (wie z.B. das Abhaya Mudra).

  • Bedeutung: Mitgefühl, Nächstenliebe und Aufrichtigkeit werden durch das Varada Mudra gefördert. Die Handhaltung symbolisiert Geben aber auch Vergebung.
  • Wirkung: Das Varada Mudra fördert die Empathie, hilft uns dabei geduldiger zu sein und unterstützt uns dabei Großzügigkeit zu entwickeln.
  • Zugeordnetes Chakra: Herzchakra (wie Anjali) – Bedeutung: Mitgefühl, Liebe, Harmonie und Hingabe.
  • Weitere Bezeichnungen: Varada-Mudra, Varadamudra.

Ganesha Mudra – Mudra der Hindernisse | Top 11

Das Ganesha Mudra ist definitiv eher ein aktives Mudra, was auf Dauer praktiziert anstrengend sein kann. Das gibt der Ganesha Handgeste eine Sonderstellung unter den sonst eher passiven Mudras, macht es spannend und bringt Abwechslung.

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Anwendung des Ganesha Mudras

Setze dich hin, halte eine Hand auf Brusthöhe, die Handfläche zeigt nach außen. Verschränke nun die andere Hand mit deinen Fingern davor (siehe Bild). Hake deine Finger ineinander und ziehe in die entgegengesetzte Richtung, sodass ein Druck auf Schulternhöhe spürbar wird. Höre nach kurzer Zeit auf zu ziehen, mache eine kleine Pause und verweile ohne Druck in dieser Position.

  • Bedeutung: Ganesha ist der hinduistische Gott der Hoffnung, der Hindernisse aus dem Weg räumt („Gana“ bedeutet gute Geister und „Isha“ heißt Herr – also der Herr der guten Geister). Brauchst du Kraft und Durchsetzungsfähigkeit, dann gibt es kein stärkeres Mudra. Beim Praktizieren spürt man sofort die Stärke, die von dieser Handgeste ausgeht. Und auch falls du ein Meister der Prokrastination bist, hilft dir dieses Mudra dabei Dinge anzupacken.
  • Wirkung: Körperlich positiv wirkt sich das Ganesha Mudra auf unsere Verdauung und den Stoffwechsel aus, lindert Nacken- und Schulterschmerzen. Zudem fördert es unser Selbstvertrauen, schenkt Liebe, Mut und Offenheit.
  • Zugeordnetes Chakra: Herzchakra (wie Varada und Anjali) – Bedeutung: Mitgefühl, Liebe, Harmonie und Hingabe.
  • Weitere Bezeichnungen: Ganesha-Mudra, Ganeshamudra.

Karana Mudra – Siegel der Harmonie | Top 12

Eine der häufigsten Gesten, die auf Buddha-Statuen zu sehen sind, ist das Karana Mudra. Es ist ein beliebtes und sehr symbolträchtiges buddhistisches Mudra, das Negativität aus dem Herzen vertreiben soll.

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Anwendung des Karana Mudras

Beuge den Mittel- und Ringfinger und lege deinen Daumen darüber. Strecke gleichzeitig den kleinen Finger und den Zeigefinger aus.

  • Bedeutung: Das Sanskritwort Karana bedeutet so viel wie Ursache, Motiv, aber auch Handlung.
  • Wirkung: Das Karana Mudra bringt einen klaren und ruhigen Geist und hält Negativität von dir fern. Du kannst es anwenden um dich von inneren negativen Energien zu befreien, aber auch um Negativität, die von deinem Umfeld ausgeht, nicht an dich herankommen zu lassen. Das Karana Mudra kann daher auch zur energetischen Raumreinigung eingesetzt werden.
  • Abwandlung und Experiment für Zuhause: Um energetisch einen Raum zu reinigen formst du mit der rechten Hand das Mudra, läufst im Uhrzeigersinn durch das Zimmer und stellst dir vor, wie du mit Luft und Wasser einen Raum reinigst, während du ihn gleichzeitig mit Liebe und positiver Energie füllst. Lass deiner Intuition freien Lauf und lass alle Bewegungen deines Körpers zu!
  • Weitere Bezeichnungen: Karana-Mudra, Karanamdura.

Anleitung: So wendest du Mudras während der Meditation an

Mudras sind unglaublich wirkungsvoll und neigen gerade von Anfängern dazu unterschätzt zu werden, dabei können sie körperlich und seelisch wahre Wunder vollbringen.

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Umgebung: Mudras können immer und überall angewandt werden, ganz egal wo du dich gerade befindest. Ihr Effekt ist aber am stärksten während der Meditation an einem ruhigen Ort oder in Kombination mit einer Yoga Körperstellung (Asana).

Dauer: Mudras sollten idealerweise regelmäßig für mindestens 15 Minuten praktiziert werden.

Körperhaltung: Einen maximalen Effekt haben Mudras wenn du entspannt in einer Meditationshaltung sitzt, liegst oder eine Gehmeditation praktizierst.

Übung: Lies unseren Beitrag Meditieren lernen und wende während der Meditation eine der hier vorgestellten Fingerhaltung an. So kannst du ihre Wirkung testen und die Handhaltung in deine tägliche Meditations- oder Yoga-Praxis einbinden.

Ergänzung: Hast du ein bestimmtes Thema, das du angehen möchtest, dann ergänze deine tägliche Praxis nicht nur durch Mudras, sondern auch durch eine passende Affirmation und ein ätherisches Öl. Auch die Praxis von Japa Mala – der Meditation mit einer Mala-Kette – hat sich in Kombination mit einem Mudra bewährt (rechte Hand Kette, linke Hand Mudra).

Lesetipp: Finde den passenden Meditationssitz: das sind die 5 besten Meditationshaltungen!

Welche Vorteile bieten Mudras?

Mudras sind hocheffiziente Handgesten, die immer und überall ausgeführt werden können. Die positiven Auswirkungen der Handstellungen können wir uns daher jederzeit zunutze machen. Verrückt, oder? Da berühren sich zwei Finger und schon können ruhigere Geisteszustände und höhere Bewusstseinszustände erreicht sowie Krankheiten geheilt werden.

Daher kann ich jedem nur empfehlen: Ausprobieren und selbst von der Wirkung überzeugen!

Ganz konkret bringen Mudras die folgenden positiven Effekte und helfen uns dabei…

  1. die Konzentration zu erhöhen
  2. Höhere spirituelle Bewusstseinszustände zu erreichen
  3. Innere Harmonie und Gleichgewicht herzustellen
  4. Unsere Intuition zu stärken
  5. den physischen und mentalen Körper zu reinigen
  6. Krankheiten zu heilen
  7. Selbstheilungskräfte zu aktivieren
  8. unsere Gesundheit zu erhalten
  9. Ängste und Blockaden aufzulösen
  10. Stress und Anspannungen loszulassen
  11. das Immunsystem zu stärken
  12. Chakren (unsere Energiezentren im Körper) zu öffnen
  13. Freude und Glück empfinden zu können
  14. Energie zu tanken
  15. sowie unsere Lebensenergie Prana in Fluss zu bringen

… und vieles mehr. Für nahezu jedes Anliegen gibt es das passende Mudra.

Welche Arten von Mudras gibt es neben Handgesten noch?

Man unterscheidet zwischen 5 unterschiedlichen Arten von Mudras. Unterscheidungsmerkmal ist das Körperteil, mit dem das Mudra ausgeführt wird.

  1. Hasta Mudra (Handgesten) – wird mit Fingern & Händen ausgeführt
  2. Kaya Mudra (Körpermudras) – der ganze Körper ist involviert
  3. Mana Mudra (Kopfmudras) – wird mit dem Kopf (bzw. Zunge, Augen und Mund) ausgeführt
  4. Bandha Mudra (Verschluss-Mudras) werden mit Stimme, Atmung und Becken gleichzeitig ausgeführt
  5. Adhara Mudra (Beckenboden-Mudras) – werden mit den Organen des Beckenbodens ausgeführt

Und wenn du jetzt genauso neugierig bist, wie ich, als ich das erste Mal von den anderen Mudra-Arten gehört habe, dann kann ich nur sagen: Ausprobieren lohnt sich!

1. Hasta Mudra – Handgesten

Auf die für die Meditation wichtigsten und spannendsten Hasta Mudras – Handhaltungen – bin ich oben im Text im Detail eingegangen, daher möchte ich sie an dieser Stelle nicht wiederholen, sondern stattdessen liegt der Fokus jetzt auf Mudras, die mit anderen Körperteilen ausgeführt werden.

2. Kaya Mudra – Körpermudras

Körpermudras kombinieren Yoga-Asanas mit Pranayama (bewusste Regulierung und Vertiefung der Atmung durch Achtsamkeit). Um die Mudras zu praktizieren wird der gesamte Körper eingesetzt.

Drei spannende Kaya Mudras für Zuhause

  1. Sharnagat mudra (Child’s pose): Dieses Mudra ist meine Nummer eins zur Entspannung meines Rückens, meiner Wirbelsäule und manchmal auch meiner Nerven.
  2. Mamduki Mudra (Fersensitz): Das Mamduki Mudra ist eine beliebte Meditationshaltung und zwar aus gutem Grund, denn der Fersensitz hilft uns dabei, schneller in einen meditativen Zustand zu finden und unseren Geist zur Ruhe kommen zu lassen.
  3. Vipareet Karani (Kerze): Etwas anspruchsvoller ist das Vipareet Karani, ein Mudra das viele von uns als Kerze kennen. Um die Position zu erleichtern, kann man sich beispielsweise einen Yoga-Block unter das Gesäß klemmen. Die Hände liegen ausgestreckt und mit nach oben geöffneten Handflächen neben dem Körper.

3. Mana Mudra – Kopfmudras

Ich persönlich finde Kopfmudras unglaublich spannend und effektiv. Während wir es gewohnt sind Handgesten einzusetzen, ist das bei Zugen- oder Augenmudras anders. Die bewusste Lenkung hat auf mich zumindest einen unmittelbaren Effekt.

Drei spannende Mana Mudras zum Üben

  1. Nasikagra Drishti (Augenmudra: Blick auf die Nasenspitze): Bei dieser Übung wird der Blick auf die Nasenspitze gerichtet. Das Augenmudra beruhigt den Geist und stärkt das Herzchakra.
  2. Bhoochari Mudra (Augenmudra: Der Blick ins Leere): Setze dich hin, halte deine linke Hand über das linke Knie. Halte deine rechte Hand über deine Oberlippe, strecke deine Finger aus und halte den Ellenbogen gerade, sodass dein gesamter Unterarm eine Linie bildet. Jetzt blicke mit deinen Augen auf die Spitze deines kleinen Fingers. Dieses Kopfmudra beruhigt unmittelbar und hilft bei Ängsten (sowie Angststörungen, Depressionen und Hysterie).
  3. Akashi Mudra (Augenmudra: Bewusstsein für den Innenraum): Setze dich unbedingt hin! Nimm danach einen tiefen Atemzug und lege währenddessen deinen Kopf in den Nacken während dein Blick nach oben gerichtet ist. Jetzt halte deine Atmung so lange es geht an. Komme mit der Ausatmung zurück in deine normale Kopfhaltung und setzte deine Meditation fort. Das Mudra stärkt unser Kronenchakra, aktiviert die Schilddrüse und beruhigt unseren Geist.

4. Bandha Mudras – Verschluss-Mudras

Bandha Mudras kommt eine ganz besondere Bedeutung zu, da sie die Energie im Körper halten sollen. Ursprünglich aus dem Hatha Yoga kommend (als Bestandteil des Raja Yogas), werden Bandha Mudras häufig mit Stimme, Atmung und Becken gleichzeitig ausgeführt, sie sind daher eher anspruchsvoll und brauchen etwas Übung. Insgesamt gibt es vier Bandha Mudra.

Die vier Bandha Mudras – für Fortgeschrittene

  1. Mula bandha – der Wurzelverschluss: Durch Kontraktionen der Damm- und Schließmuskulatur soll die Kundalini-Energie von unten nach oben aufsteigen und das Abfließen von Energie verhindert werden.
  2. Uddiyana Bandha – der hochfliegende Verschluss: Durch das Hochziehen des Bauches nach der Ausatmung, steigt Prana (die Lebensenergie) ebenfalls auf.
  3. Jalandhara Bandha – der Kinnverschluss: Ziehe den Bauch so stark es geht ein, sodass dein Zwerchfell angehoben wird. Dadurch wird die durch die Wirbelsäule verlaufende Energie nach oben gedrückt. Das Kinn wird währenddessen in die Mulde zwischen den Schlüsselbeinen gedrückt, sodass die Energie im Nacken und Halsbereich bleibt.
  4. Maha Bandha: Dieses Mudra kombiniert alle drei anderen Bandhas und ihre Vorteile miteinander und ist nur Fortgeschrittenen zu empfehlen.

5. Adhara Mudras – Beckenboden Mudras

Beckenboden Mudras, die sogenannten Adhara Mudras aktivieren die unteren drei Chakren: das Wurzelcharka (Muladhara Chakra), das Sakralchakra (Svadisthana Chakra) und das Nabelchakra (Manipura Chakra). Auch diese Gesten sind nicht die einfachsten, sondern bedürfen etwas Übung.

Drei bekannte Adhara Mudras – für Fortgeschrittene

  1. Vollständiges Mula Bandha: Dieses Mudra ist das bekannteste Beckenbodenmudra. Ziel ist neben der Stärkung der unteren Chakren auch das Aktivieren der Kundalini Energie, die von unten nach oben aufsteigt.
  2. Vollständiges Ashwini Mudra: Alle Beckenbodenmuskeln werden gleichzeitig angespannt und lockergelassen, angespannt und losgelassen… immer wieder.
  3. Großes Vajroli Mudra: Um dieses Mudra anzuwenden, musst du deine Beckenbodenmuskeln wellenförmig Zusammenziehen, angefangen bei den vorderen (unteren) Beckenbodenmuskeln über die mittleren Beckenbodenmuskeln bis zu den hinteren Beckenbodenmuskeln. Gleichzeitig wird der Unterbauch angespannt und auch die Zunge nimmt eine bestimmte Position ein. Dieses Mudra ist definitiv anspruchsvoll und bedarf einiger Übung.
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Lesetipp: Nutze die Kraft der spirituellen Klänge um deine Meditation zu vertiefen. Alle Infos dazu findest du im Beitrag Mantra!

Buchtipps: Lektüre zur Vertiefung der Fingerhaltungen

Möchtest du noch mehr über das Thema Mudra erfahren, dann sind die folgenden Bücher eine sehr gute Grundlage um noch tiefer in die spannende Welt der Handhaltungen einzusteigen:

Einfach erklärt: Die häufigsten Fragen zu Mudras

Wann werden Mudras genutzt?

Viele von uns nutzen bereits Mudras im Alltag ohne sich darüber bewusst zu sein, dass es sich bei der Handhaltung um ein Mudra handelt (zum Beispiel beim Namaste-Gruß oder der Gebetshaltung im Christentum). Auch auf vielen religiösen Abbildungen wie beispielsweise Buddha-Statuen oder Jesus Porträts werden Fingerhaltungen eingesetzt um den Bewusstseinszustand der Dargestellten zu zeigen.

Umgekehrt können Mudras aber auch ganz gezielt eingesetzt werden um einen gewünschten Bewusstseinszustand während der Meditation zu erreichen. Mudras sind aus diesem Grund auch wichtiger Bestandteil vieler Yoga-Asanas.

Der Ursprung: Woher kommen Mudras?

Mudras haben ihren Ursprung im Hinduismus und werden dort von Rishis (Mystikern, Heiligen) schon seit Jahrtausenden verwendet um den Energiefluss im Körper und ganz allgemein die Gesundheit zu verbessern sowie die Meditation zu vertiefen.

Wie lange sollte ein Mudra gehalten werden um seine Wirkung zu entfalten?

Ein Mudra sollte idealerweise mindestens 15 Minuten praktiziert werden. Eine maximale Dauer gibt es nicht. Mudras können so lange gehalten werden wie du dich dabei wohl fühlst.

Wendest du Handhaltungen während der Meditation an, verstärkt der ruhige, konzentrierte Zustand sowie das Bewusstsein dafür die Wirkung der Handhaltungen. Trotzdem können Mudras aber auch immer wieder im Alltag zwischendurch praktiziert werden, wenngleich ihre Wirkung dann schwächer ist.

Meditation bietet neben den vielen Vorteilen für Körper und Geist noch einen wesentlichen, unermesslichen Nutzen als Schlüssel zu deiner spirituellen Entwicklung. Wie du Meditation für spirituelle Erkenntnisse nutzen kannst erfährst du in meiner Meditationsanleitung zum wahren Selbst.

Mudra | Mein persönliches Fazit

Anne Haffner: Autorin bei FREIgefühlt

Mudras sind eine wahre Energie-Tankstelle! Die meisten altindischen und buddhistischen Handgesten sind unglaublich einfach und können von jedem spielend leicht geübt und in eine Meditations- oder Yoga- Routine integriert werden.

Je nach Eigenschaft, die du vertiefen möchtest kannst du dir das passende Mudra aussuchen.

Und jetzt: Schnapp dir dein Meditationskissen, mach es dir gemütlich, genieße den Augenblick, probiere die Mudras aus und überzeuge dich unmittelbar von ihrer Wirkung! Viel Spaß dabei.

Anne Haffner Unterschrift

Ich hoffe mein Beitrag zu den Top 12 meditativen Handgesten hat dir gefallen! Welches Mudra findest du am wirkungsvollsten für deine Meditationspraxis und warum? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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Um Freiheit zu finden bin ich vier Jahr um die Welt gereist. Doch die wahre Reise meines Lebens begann erst als ich die Meditation entdeckte. Ich freue mich riesig darauf, hier auf FREIgefühlt gemeinsam mit dir in unser inneres Universum einzutauchen!


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